Ihr Lieben, stellt euch vor, es gäbe einen Ort für eure Jugendlichen, an dem sie sich rundum verstanden fühlen. Mit soulx hat Milan Weber genau so einen Ort erschaffen. Und zwar genau dort, wo junge Leute heute eben unterwegs sind – im Netz.
soulx ist eine App für alle, die Themen mit sich rumschleppen und diese vielleicht aber nicht laut aussprechen möchten (oder können). Es geht um Themen wie Soziale Angst, Selbstwert und Social Media, um Achtsamkeit, ADHS, um Resilienz, Einsamkeit und Emotionen – alles entwickelt von Psychologinnen und Psychologen, von Jugendlichen selbst, die sich in einem Jugendbeirat einsetzen und begleitet von der APOLLON Hochschule in einer Wirksamkeits-Studie.
Die Mission: Prävention und Unterstützung durch Wissenschaft und Praxis. Ein zentraler Bestandteil unserer App ist die Psychoedukation, die wir mit verhaltenstherapeutischen Übungen kombinieren. soulx bietet dabei keine Therapie im klassischen Sinne, sondern unterstützt die Nutzer:innen durch praxisnahe und alltagsorientierte Übungen, die aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) abgeleitet sind.
Nutzer:innen lernen, negative oder verzerrte Gedanken zu erkennen und durch realistischere und hilfreichere Denkmuster zu ersetzen. Kurze Einheiten erklären, wie Gedanken, Gefühle und Verhalten zusammenhängen – zum Beispiel, wie Grübelgedanken entstehen und welche Auswirkungen sie haben können. Und es gibt auch Übungen, die den Fokus bewusst lenken und helfen, sich von belastenden Gedanken zu lösen.
Ziel ist es, Jugendlichen frühzeitig Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre mentale Gesundheit besser verstehen und stärken können. Ihr könnt eure Schulen oder andere Bildungsinstitutionen bitten, ihren Jugendlichen Zugang zur App zu gewähren.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich die App als Selbstzahler runterzuladen. Dafür gibt es natürlich einen Rabattcode für euch: Mit stadtlandmama20 bekommt ihr 20 Prozent Rabatt auf die soulx App. Der Code ist sechs Monate gültig. Jetzt hört euch aber erstmal an, wie Milan überhaupt auf die Idee kam, sich so sehr für die mentale Gesundheit von Jugendlichen ins Zeug zu legen…

Lieber Milan, wie kamst du auf die Idee, dich beruflich mit soulx um die mentale Gesundheit von Jugendlichen zu kümmern, gibt es dazu eine persönliche Geschichte?
Ja, definitiv. Es ist sogar eine sehr persönliche Geschichte. In meinen Mittzwanzigern hat mich das Thema mentale Gesundheit bzw. psychische Probleme selbst eingeholt. Von außen wirkte mein Leben stabil: Freundeskreis, Beruf, keine auffälligen Umstände.
Aber innerlich sah es ganz anders aus. Ich fühlte mich leer, antriebslos, emotional wie abgekapselt. Diese dunkle Phase war kaum greifbar und für mein Umfeld unsichtbar. Also suchte ich Hilfe und erlebte, was so viele kennen: Monatelange Wartezeiten. Schließlich fand ich privat einen Therapieplatz.
Welche Themen begegneten dir da?
In der Auseinandersetzung mit mir selbst wurde mir bewusst, wie tief viele meiner Themen in meiner Kindheit und Jugend verwurzelt waren und wie sie erst Jahre später Raum bekommen hatten. In dem Moment ist soulx entstanden.
Ich fragte mich: Wie viele Jugendliche fühlen sich heute so wie ich damals, bekommen aber keine Unterstützung? Mit soulx setzen wir genau dort an. Nicht erst, wenn es zu spät ist, sondern viel früher.
Wir möchten jungen Menschen helfen, sich selbst besser zu verstehen. Ich hätte mir als Jugendlicher einen Ort gewünscht, an dem ich mich verstanden fühle. Heute haben wir genau so einen Ort gebaut, für alle, die ihn brauchen, ohne es vielleicht laut sagen zu können.
Eure App spricht Themen wie Resilienz, Mobbing, Körperbild oder Social Media an. Wie wählt ihr die Themen aus und wie sichert ihr die Fundiertheit eurer Inhalte?
Wir machen keine App über Jugendliche, wir machen sie mit ihnen. Unsere Themen entstehen im direkten Austausch mit jungen Menschen. Unser Jugendbeirat bringt regelmäßig ein, was sie wirklich bewegt, sei es Leistungsdruck, Unsicherheiten oder soziale Konflikte. Wir hören zu, ohne zu bewerten.
Auf dieser Basis entwickelt unser Content-Team, bestehend aus erfahrenen Psycholog:innen, und psychologischen Psychotherapeut:innen, fundierte Inhalte auf Basis bewährter Methoden und Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie, die alltagsnah und verständlich sind. Sie werden zusätzlich von einer psychologischen Kinder- und Jugendtherapeutin sowie zwei Professoren für Psychologie geprüft.
Gleichzeitig achten wir darauf, dass soulx ein sicherer Ort ist. Alle Daten sind anonymisiert, verschlüsselt und unsere Server stehen ausschließlich in Deutschland. Niemand, weder Eltern noch Lehrkräfte, kann einsehen, womit sich Jugendliche in der App beschäftigen. Unsere wissenschaftlich fundierten Inhalte werden zusätzlich gemeinsam mit der APOLLON Hochschule im Rahmen einer Wirksamkeitsstudie weiter evaluiert.

Viele Eltern sprechen euch an, erzählen von plötzlichem Rückzug, Ängsten, Leistungsdruck und von dem Gefühl, allein nicht mehr weiterzukommen. Welche Themen sind noch grad aktuell?
Was Eltern uns schildern, erleben wir auch in unserer täglichen Arbeit: Rückzug, Überforderung und der Druck, funktionieren zu müssen. Dazu kommen digitale Herausforderungen wie Social Media, Cybermobbing, Fake News, aber auch emotionale Themen wie soziale Ängste.
Da jede und jeder Jugendliche anders ist, passt sich soulx individuell an. Ein kurzer Fragebogen bei der Registrierung hilft, durch unseren Algorithmus, passende Themen in der App vorzuschlagen, abgestimmt auf die jeweilige Lebenssituation. So entsteht ein persönlicher Weg.
Mit eurer App wollt ihr niedrigschwellige Hilfen bieten, mit Audios, Videos und Tipps und Tricks – und zwar genau dort, wo unsere Jugendlichen sind, nämlich am Handy … wie wird eure App bislang angenommen?
Die Rückmeldungen der Jugendlichen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie schätzen, dass soulx kein erhobener Zeigefinger ist. Wir geben keine fertigen Antworten vor, sondern öffnen Räume für Selbstreflexion, Verständnis und innere Stärke.
Wir sagen ihnen nicht, was wichtig sein sollte, sondern entwickeln die Inhalte gemeinsam mit ihnen weiter. Die Jugendlichen selbst zeigen uns, was sie brauchen, was fehlt und wie soulx noch besser werden kann.
Die junge Generation ist extrem reflektiert. Deshalb ist es für uns entscheidend, ihre Perspektive nicht nur zu hören, sondern aktiv in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen. Und ganz ehrlich, ich persönlich gehe online, aber sie leben dort. Also warum sollten wir ihnen nicht genau da begegnen, wo sie sich am sichersten fühlen, auf ihrem Smartphone?
Ist eure soulx kostenpflichtig, welche Bezahlmodelle gibt es?
Derzeit gibt es zwei Modelle. Zum einen das Selbstzahler-Modell, bei dem Jugendliche ein Monats-, Halbjahres- oder Jahresabo abschließen können. So erhalten sie direkten Zugang zur App. Darüber hinaus können Schulen, Vereine oder andere Institutionen Lizenzen erwerben und ihren Jugendlichen die Nutzung kostenlos ermöglichen. Leider fehlen dafür oft die finanziellen Mittel.
Deshalb haben wir das Impact-Partner-Programm ins Leben gerufen. Unternehmen können gezielt Schulen oder Regionen unterstützen, lokal oder bundesweit. Wir freuen uns über jede neue Partnerschaft, die diesen Zugang ermöglicht.
Gleichzeitig sind wir im Austausch mit Krankenkassen und politischen Akteurinnen und Akteuren, damit soulx langfristig strukturell verankert werden kann. Aber wir wissen auch, das braucht Zeit. Und wir wollen und dürfen nicht warten.

Was wäre euer Ziel oder eure schönste Vorstellung davon, was ihr mit eurem Angebot erreichen könnt?
Ich stelle mir manchmal vor, wie mein jüngeres Ich soulx hätte nutzen können, wie viel früher ich verstanden hätte, was in mir passiert. Wenn wir es schaffen, dass auch nur ein junger Mensch genau dieses Gefühl bekommt, verstanden zu werden, nicht allein zu sein, dann war alles, was wir tun, es wert. Unsere Vision ist, dass mentale Gesundheit so normal wird wie ein Pflaster auf einer Wunde.





















